Zunächst gab es am Ostersamstag das Rückspiel (wer sich diesen Unsinn mit einem völlig verqueren Spielplan ausgedacht hat, der gehört… Aber darüber regte ich mich bereits auf.) gegen den Tabellenletzten aus Melsdorf.
Also:
UT Kiel - TSV Melsdorf 2:1 (2:0)
Zwei verschiedene Hälften erlebten zahlreiche Melsdorfer und mindestens dreimal so wenig UT Anhänger. UT zeigte seine zwei Gesichter wie es besser nicht geht. Zunächst ein recht ansprechendes Spiel nach vorne, gekrönt vom 1:0 durch Paul. Paul, Innenverteidiger und Rechtsfuß, Stärke Kopfballspiel, schoss aus 25 Metern mit links einfach mal aufs Tor. Und der Ball schlug tatsächlich ein. Absicht? Danach noch ein sehr schön herausgespielter Treffer durch Ole, eine sicher stehende Abwehr mit dem Überraschungslibero Kubi und das Spiel schien entschieden. Leider war dem nicht so. UT entschied sich in der zweiten Hälfte für das andere Gesicht und zitterte mit der Angst vorm Gewinnen um die Wette. Gegen einen nun wirklich grottenschlechten Gegner kam man tatsächlich unter Druck, spielte planlos nur noch lange Bälle und hatte bei einem Lattentrefferder Melsdorfer richtig Glück, nicht noch unentschieden gespielt zu haben.
Und der junge Habeck? Unauffällig am Samstag.
Fakt ist, Ostermontag ging es dann nach Heikendorf, zur besten Fußballzeit um 12 Uhr mittags. Für einen hart arbeitenden Studenten eine Unzeit, Frühdienst geht bis 14:12 Uhr und Spätdienst fängt um 12:28 Uhr an. Also kein Fußball für mich, stattdessen wurde unser Korrespondent Dennis Polenkowski aus seiner Haustür raus, erst links und dann rechts umme Ecke gebeten und verfasste daraufhin diesen Bericht:
Heikendorfer SV - UT Kiel 2:0 (0:0)
Und wieder einmal heißt es: „Außer Spesen, nix gewesen.“
Nach gutem Beginn in der ersten Hälfte war von einem Unterschied in der Tabelle nichts zu sehen. Dieses mag auch daran gelegen haben, dass die erste Mannschaft von Heikendorf im Anschluss spielen musste. Unsere Jungs hielten sehr gut dagegen und kamen Mitte der ersten Hälfte zur klarsten Führungsmöglichkeit überhaupt. Der Schiedsrichter, der wohl immer nach Kleingeld auf dem Boden Ausschau hielt, erkannte dennoch auf Handelfmeter. Einzig und Allein die Nervenschwäche der gesamten Mannschaft verhinderte die Führung zum 0:1. Ich sage bewusst die ganze Mannschaft, denn für den Elfmeter fühlte sich überhaupt niemand zuständig, somit fasste sich Johan, mehr oder minder von den Kameraden gedrängt, ein Herz und bestätigte seine momentane Formkrise mit einem unplatzierten Schuss in die Mitte des Tores. Keineswegs entmutigt spielten wir munter weiter, doch auch ein gefühltes Eckenverhältnis von 20:5 verhalf uns zu keinem Tor.
Nach dem Seitenwechsel ging es bis zur ca. 60. Spielminute unverändert weiter, bis Kubi zum „tödlichen Pass“ ansetzte und den Führungstreffer der gegnerischen Mannschaft zum 1:0 einleitete. In den folgenden Spielsituationen ist es unserem Torwart zu verdanken, dass wir nicht schon mit 3:0 hinten lagen. Auch ein letztes Aufbäumen in den Schlussminuten konnte die Niederlage nicht verhindern, da auch 100% ige Chancen ungenutzt blieben. Kurz vor dem Abpfiff kam es dann, nach erneutem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zum 2:0 Endstand. Es bleibt zu sagen, dass es dieses mal wohl nicht an einem schlechten Platz lag, denn der Rasenmäher schien in Heikendorf, anders als auf den anderen Ostuferplätzen, zu funktionieren.