Archive for August, 2011

TSG Concordia Schönkirchen II - UT Kiel 6:0 ( 2:0 )

Montag, August 22nd, 2011

Verdienter Sieg ohne Gegenwehr

Nachdem zuletzt erfolgreichen Abschneiden gegen Holsatia und Dänischenhagen, sollte man heute wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt werden. Mit einem 6:0 für Schönkirchen ist man heute ganz schön unter die Räder gekommen. Endlich war in Kiel mal der Sommer eingekehrt und bei knapp 30 Grad wurde einem auf dem Kunstrasenplatz ganz schön eingeheizt. Doch das kann und darf nicht als Ausrede herhalten, schließlich hat der Gegner das selbe Spielfeld beackert. Von Minute 1 an wirkten die Teutonen heute schlapp, kraft-, und willenlos. Gerade das Mittelfeld beschränkte sich nur auf die nötigsten Laufwege und selbst das nicht immer. Doch zunächst sah Alles noch ganz gut aus. Der Gastgeber benötigte auch seine 10 Minuten um ins Spiel zu finden und UT agierte zu Spielbeginn zeitweise in der gegnerischen Hälfte. Doch nachdem sich die Schönkirchener aklimatisiert hatten brach das UT Spiel zusammen. Selbst Pässe über 5 Meter wurden ungenau gespielt oder weiter gestoppt als manche schiessen können. Obwohl das Mittelfeld dem Gegner nun mehr und mehr Spielraum ließ, versuchte die UT Hintermannschaft den Ball trotzdem hinten raus zu spielen. Doch ohne Anspielstationen ein Selbstmordkommando! 2-3 Mal hatte man noch Glück das Schönkirchen die vertendelten Bälle nicht einnetzte. Doch irgendwann waren die Nachlässigkeiten so groß, das man zwei der Zahlreichen Geschenke annahm. Zur Halbzeit stand es nun unnötigerweise 2:0 für den Gastgeber und man wartete gespannt auf eine Trotzreaktion der Gäste, die jedoch am heutigen Tage ausblieb. Selbst die Einwechselspieler reihten sich nahtlos ins Spielgeschehen ein und sorgten für keinen Aufschwung. Mit der Führung im Rücken war es für die Verbandsligareserve natürlich viel leichter den Ball und Gegner laufen zu lassen. Nahezu im Minutentakt wurden Chancen herausgespielt. Am Ende hieß es 0:6 aus der Sicht der Gäste. Die Sportal Spielerbewertung hatte heute einen ganz leichten Arbeitstag. Von Nummer 1 bis 14 die heute ran durften gibt es die Note “6″ . Mit Ausnahmen vielleicht mal eine “5″.

Das war gar nix…aber drauf gesch…Abhaken!!! Gegen Comet muß der nächste Sieg her.

UT Kiel - Dänischenhagen 2 — 3:1 (1:1)

Samstag, August 20th, 2011

Die Festung steht wieder

Nach dem bärenstarken Auftritt bei Holsatia in der Vorwoche, ging es für die Mannen von der Feuerwache nun darum, diese Leistung zu bestätigen. Der Gegner galt als schwer einzuschätzen, von Vorteil sicherlich, dass die Liga von Dänischenhagen parallel antreten musste. Marius und Sahin kehrten ins Team, Ralph und Konstantin „Coco“ Stamm auf die Bank zurück. Damian fehlte urlaubsbedingt und Maik Haberlag musste noch in der ersten Hälfte ausgewechselt werden, da eine alte Verletzung in der Aufwärmphase wieder aufbrach.

Von Beginn an übernahm UT die Initiative und kontrollierte das Spiel, ohne jedoch wirklich zwingend zu sein. Ein auf Minimal-Maße gesteckter Platz in schlechtem Zustand machte das Fussballspielen beiden Mannschaften nicht wirklich leicht, und so war es für UT schwer, an die spielerische Galavorstellung der Vorwoche heranzukommen. Dennoch gelang Mitte der ersten Halbzeit nach einer Ecke das 1:0. Marius legte einen schlecht abgewehrten Ball per Kopf auf Sahin „Leo“ Cakmak auf, der aus 12 Meter trocken vollstreckte. Der Gast war bis dahin gelegentlich sehr gefährlich durch einen unglaublich schnellen Mittelfeldspieler und einen trickreichen, technisch versierten Stürmer. Mit den beiden hatte die Abwehr trotz guten Übergebens und Absprache so ihre Probleme.

UT hingegen ließ den Ball teilweise gefällig über die Flügel laufen und kam noch zu der einen oder anderen Möglichkeit. Zählbares kam jedoch dabei nicht mehr heraus. Es fehlte die Präzision beim finalen Pass. Dann der Schock in der 44. min.: durch eine Unachtsamkeit im Mittelfeld konnte ein aufgerückter Abwehrspieler bis vor den 16er der UTer marschieren, UT bekam keinen Zugriff. Dadurch kam ein gegnerischer Stürmer frei zu einem allerdings harmlosen Schuss, der weit ins Aus gegangen wäre, hätte, ja hätte der gute Habeck nicht noch irgendein Körperteil in den Schuss gesteckt und den Ball unglücklich zu einem völlig frei stehenden Stürmer abgefälscht. Der hatte dann aus 10 m keine große Mühe mehr, zum schmeichelhaften Ausgleich einzuschiessen. Der grausige Mongo: machtlos. Johan Habeck kann hier überhaupt kein Vorwurf gemacht werden. Halbzeit. 1:1. Enttäuschung!

Die Gelben erwischten wie schon in der ersten Hälfte den deutlich besseren Start, nahmen das Heft wieder fest in die Hand. Anders als in Abschnitt eins wurde jetzt deutlich mehr mit langen, teils DIAGOnalen Bällen auf den schnellen Coco agiert, der ja wie schon erwähnt in der 25. min für den verletzten Haberlag auf die Mittelstürmerposition rückte. Die zu keinem Zeitpunkt souverän wirkende Abwehr der Gäste, zeigte sich nun ob ihrer Geschwindigkeitsnachteile deutlich überfordert. Das Führungstor lag nun in der Luft. Und so kam es dann auch: nach wunderbarem Pass von Sahin in die Schnittstelle der Abwehr konnte Sepp nach artistischer Ballannahme im 16er „souverän“ in die Mitte des Tores verwandeln.

Die Gäste liessen jetzt deutlich nach und waren eigentlich nur durch leicht (-sinnige) Fehler der Gelben gelegentlich gefährlich. Oder durch Standardsituationen. Dänischenhagen wechselte jetzt mehrfach ein, konnte aber nur noch ganz wenig Qualität von der Bank auf den Rasen bringen. Anders UT: Der eingewechselte Ralph Kasten fand nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und gab insgesamt ein sehr zufriedenstellendes „Comeback“.

Zurück zum Spiel: UT drängte jetzt auf den dritten, vermutlich entscheidenden Treffer. Ein Distanzschuss von Mehrli, ein Schienbeinschuss von Bludau – zu hoch. Das Tor wollte nicht fallen. Dann ein blitzsauberer Konter in der 65. min: Abgewehrte Ecke, Coco auf den sprintstarken Tom Scherzer, der mit einem Solo über den ganzen Platz, dann steht er frei vor dem Torwart und… macht seinem Namen alle Ehre, denn er bleibt im Boden hängen und landet auf selbigem. Ohne Torabschluss. Zum Glück hat Tom sich in dieser Szene nicht verletzt. 70. Min: ähnliche Situation: diesmal Coco alleine auf den Torwart zu, fängt an zu überlegen, schliesst dann zwar (spät) ab, aber der Gästekeeper kann parieren. Wer UT kennt, der weiss dass sich so was normalerweise rächt. Und tatsächlich: ein Lattenschuss der Gäste in der 87. Min hätte beinahe diese alte Regel wieder bestätigt. In der 90. Min. dann ein (leicht) zweifelhafter Elfer für die Gelben nach Foul an Ole. Johan verwandelt sicher zum 3:1 Endstand. Ein hartes Stück Arbeit.

Besonders zu erwähnen noch die starke Leistung von Sahin. Überragend am heutigen Tag war die „Doppelsechs“ mit Marius Bludau und Dominik „Dodo“ Dose.

Fazit: UT war die klar bessere Mannschaft, hätte auch höher gewinnen müssen. Am Sonntag beim Topspiel in Schönkirchen muss allerdings wieder eine deutliche Steigerung her, wenn man dort punkten möchte.

Ein paar Worte noch zum Schiedsrichter (einigen bekannt aus der Vorsaison beim Auswärtsspiel in der Wik): der Mann in schwarz (heute rot), der schon vor dem Spiel für Aufregung sorgte in dem er in eine Art akribische Zolluntersuchung bei der Ausrüstungskontrolle verfiel, pfiff eigentlich sehr gut. Leider machte er sich das Leben durch seine profilneurotische Spielführung immer wieder unnötig schwer. Das sorgte während des gesamten Spiels auf beiden Seiten für konstantes Achselzucken und Kopfschütteln. Schade. Aber schön, dass es Schiedsrichter gibt. Ganz ehrlich.

NDTSV Holsatia Kiel - UT Kiel 2:5 (0:5)

Freitag, August 12th, 2011

7 Tore 9 Torschützen?!?

 

Heute ging es zum Auswärtsspiel nach Dietrichsdorf, wo mit Holsatia ein Gegner wartete, der beide Auftaktspiele, z.T. überraschend gewonnen hatte. Enstprechend engagiert ging man hier, von der ersten Minute an, zu Werke. In den ersten 45 Minuten zeigte UT ein bisher ungeahntes Kombinationsspiel wie von einem anderen Stern. Wie zuletzt, bis zum Erbrechen, trainiert, kurze Pässe, über Aussen oder auch mal nach Hinten, Spiel ohne Ball und Zweikampfstärke. Die Gastgeber liefen nur hinterher und kamen zu keiner nennenswerten Torszene. UT ging nach 14 Minuten, wie schon im Spiel gegen Mettenhof nach einem Freistoß von Habeck an der Mittellinie in Führung. Der Ball wurde schön lang geschlagen und prallte gegen die Querlatte, der hellwache Haberlag nickte den Ball dann vollkommen frei ins Tor. Der Stadionsprecher erkannte allerdings Cakmak den Treffer an… Wenige Minuten später schlug dann der hervorragend aufspielende Löhner eine Ecke in den 5 Meterraum. Cakmak hatte scheinbar Pattex an den Schuhen, denn der Ball klebte an ihm, als er sich wie einst Gerd Müller auf dem Bierdeckel drehte und einnetzte. Der Stadionsprecher erkannte hier kurioserweise auf Eigentor der Nr. 12…. Schon in Minute 20 kam dann von rechts eine scharfe Flanke, vom Mann der ersten Hälfte, Löhner, die Cakmak aus 14 Metern direkt abnahm und auf 0:3 erhöhte. Nun wurde es ganz wild, denn der Stadionsprecher versuchte, die bis dato erzielten Torschützen zu korrigieren, aber auch das ging deutlich in die Hose. Plötzlich sollte Mehrländer das 0:1 erzielt haben und dann anschließend doch Haberland, womit wohl Haberlag gemeint war. Nun war allen klar. Der Stadionsprecher hat mindestens 8 Promille im Turm. UT aber nicht nur deswegen in bester Laune, marschierte weiter nach vorne und erhöhte durch Haberlag auf 0:4. Vorraus gegangen war ein hervorragend getimter Steilpass in die Nahtstelle der Abwehr von Mehrländer, Haberlag umkurvte den Torwart und schob lässig, am Abwehrspieler auf der Linie vorbei, ein. Vor dem Halbzeitpfiff machte Haberlag seinen zweiten Hattrick im zweiten Spiel hintereinander perfekt. Nach Vorlage von Cakmak ließ Haberlag den Torwart per Heber keine Chance. Einziges Manko von Haberlag, heute war es leider kein lupenreiner Hattrick :-)

Nach der verdienten Pause ließ es UT langsamer angehen…zu langsam…denn man beschränkte sich mehr als 10 Minuten lang nur damit den Ball hinten rum spielen zu wollen, was dann in der 58 Spielminute mit dem 1:5 bestraft wurde. Das dumme ist nur, wenn man erst einmal mehrere Gänge zurück geschaltet hat, wie kommt man dann wieder auf Touren?

Holsatia wurde nun regelrecht eingeladen und kam, nach einem fragwürdigen Foulspiel in der 65. Minute, per Freistoß zum verdienten 2:5. Wäre Holstia an diesem Tag nicht so furchtbar blind gewesen, hätte es am Ende sogar noch knapper werden können. So blieb es beim ungefährdeten 2:5 AUSWÄRTSSIEG!!! Mann des Spiels übrigens war Dominik “DoDo” Dose, der über 90 Minuten eine Top Leistung ablieferte.

UT Kiel - TuS Hasseldieksdamm Mettenhof 6:2 (4:0)

Dienstag, August 9th, 2011

Fast eine “One Man Show”

Nach dem desolaten Saisonauftakt sollte mit dem nächsten Gegner Mettenhof Klartext gesprochen werden. In der ersten Halbzeit ließ UT auch keinen Zweifel daran aufkommen, wer in der Festung Westring das Sagen hat, und verteilte gleich einmal 4 Tore als Willkommensgeschenk in der A-Klasse. UT drängte von Beginn an auf Widergutmachung, kam zunächst jedoch nicht zum Torerfolg. Erst als nach ca. 20 Minuten ein regenschauer einsetzte, setzte es für die Gäste eine kalte Dusche. Eine schöne Ecke von Wendt, der heute von Beginn an ran durfte, wurde in der Mitte von Haberlag per Kopf abgenommen und der Ball titschte auf dem nassen Boden ins lange Eck. 1:0 und der Knoten war geplatzt. Mettenhof im Anschluß immer wilder und frustrierter, wobei der Schiedsrichter alles daran setzte, mit seinen Entscheidungen Unruhe ins Spiel zu bringen. Nach einem Foul an der Mittellinie, brachte der heute starke, jedoch in der zweiten Hälfte verzweifelte Habeck, seinen Freistoß in die Spitze, wo wieder Haberlag mit der Schädelplatte zur Stelle war und den Ball zum 2:0 verlängerte. Nur wenige Minuten später, war nach einer schönen Flanke, erneut Haberlag mit dem Kopf da und erzielte den Hattrick. Die Nummer 7 der Gäste schon Vorbestraft, ging auch weiterhin gut “zu Knast” und nach 35 Minuten, berechtigt mit gelb/rot vom Platz. Maik Haberlag war noch nicht gesättigt und erzielte das 4:0 dann doch einmal mit dem Fuß als Abstauber, nachdem Mehrländer den Ball zuvor an die Latte setzte. Im Anschluß an diesen Treffer, gab es leider unschöne Szenen, da der Gästekeeper, den am Boden liegenden Torschützen auf den Brustkorb trat. Der Schiedsrichter konnte diese Szene leider nicht sehen, merkte sich diese Situation aber scheinbar für später.

Die zweite Hälfte ließ UT etwas ruhiger angehen, was jedoch reichlich in die Hose ging. Gegen einen bereits bezwungenen Gegner in Unterzahl, kassierte man doch tatsächlich noch 2 unnötige Gegentreffer. Gut das Mehrländer die Ruhe bewarte und einen technisch feinen Volleyschuß aus 25 Metern im Netz versenkte. Das Endergebnis wurde dann per Foulelfmeter zum 6:2 abgerundet. Der herausgeeilte Gästekeeper war einmal mehr gegen Haberlag zu ungestüm, und kassierte nun den überfälligen “roten Karton”. Das Geburtstagskind Seb Löhner netzte dann sicher von der Strafstoßmarke ein.

 Auf diese Leistung lässt sich aufbauen, denn schon am Dienstag kommt mit Holsatia ein ganz anderes Kaliber auf UT zu. Vielleicht heißt es dann ja aber auch…”Haberlag, immer wieder Haberlag!”