TuS H Mettenhof - VfB UT Kiel 3:2 (1:1)

Das Spiel ohne Torhüter

 

Zwanzig Minuten lang beherrschte der Gast vom Westring das Geschehen. Optisch nicht immer souverän, was aber zum Teil an den Platzverhältnissen lag. Jedoch hegte man bis dahin keinen Zweifel daran, heute einen Dreier einzufahren. Doch dann erlitt UT einen herben Rückschlag. Nachdem das Mittelfeld gepennt hatte, konnte der Gegner den Ball steil durchstecken. Zwar lief Keeper Kramer dem Ball entgegen, doch sein zuvor kurzes Zögern sollte sich nun rächen. Er kam einen halben Schritt zu spät und brachte den Gegner zu Fall. Normalerweise hätte eine gelbe Karte für dieses alltägliche Foulspiel ausgereicht, doch leider wurde eine klare Torchance vereitelt und somit Rot.

Nun erklärte sich der eingewechselte Löhner bereit das Torwarttrikot über zu streifen. Vielen Dank zunächst dafür…

Die nächsten 10 Minuten konnten relativ gut über die Bühne gebracht werden und auch der Ersatzkeeper entschärfte 2 Situationen, wenn auch etwas unkonventionell. Doch in der 31. Minute ging der Gastgeber nach flacher Hereingabe von rechts verdient in Führung. In der Folge war UT weiter unsortiert und die Fehlpassquote sowie Stockfehler nahmen zu.  Doch nach 43. Spielminuten entschied der Schiedsrichter auf Freistoß in der Nähe der Mittellinie. Hervorzuheben ist hieran, das der Schiri zunächst den Vorteil laufen ließ und nach Ballverlust auf Freistoß entschied. Wirklich eine vorbildliche Leistung! Johan Habeck schnappte sich, wie schon bei Süd, den Ball. Dieser wurde immer länger und offenbarte, dass auch der Gastgeber ohne einen richtigen Torwart aufspielte.

Im zweiten Durchgang schlug dann aber die Mettenhofer “Fortuna” zu. Ein Fernschuß aus gut 30 Metern ging direkt auf den Mann, doch der Ball glitt dem armen Kerl durch die Arme und es stand 2:1. Nur 5 Minuten später knallte Löhner den Versuch eines hohen Abschlags an den Hinterkopf seines Liberos. Der Ball ging quer durch den Strafraum, Löhner setze nach und der Unparteiische entschied auf Strafstoß. 3:1 für Mettenhof und ich glaube spätestens jetzt wäre Seb am liebsten heute nicht aufgestanden. Aber mach dir nix draus…

UT warf nun alles nach vorne und drängte den Gegner in die eigene Hälfte. Chance um Chance enstand nun, doch die Pille wollte einfach nicht rein. Erst in der 90. Minute gelang der Anschlußtreffer, doch es war zu spät. Danach wurde noch eine weitere Chance vergeben, dann war Abpfiff. Dieses Spiel sollte schnellstmöglich vergessen werden, bleibt aber leider mit den Slapstickeinlagen noch ein paar Tage im Gedächtnis hängen.

 

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